Enrico Garbelmann

 

Ein "Händebaum" als Versprechen für die Zukunft

Kunstwerk bei Kloth-Senking eingeweiht / Firma wächst


(wo) Zum Höhepunkt am Tag der Offenen Tür in der Kloth-Senking Metallgießerei (KSM Castings GmbH) wurde die Enthüllung des großen "Händebaums" am Werkseingang. Zwar ist es nicht ganz ein "Kunstwerk von 1000 Künstlern" geworden, das sich der Ideengeber und künstlerische Berater Enrico Garbelmann vorgestellt hatte, aber immerhin haben 932 Künstler – so viele, wie das Unternehmen Mitarbeiter hat – daran mitgewirkt, allein durch ihren Handabdruck.

"Es ist ja noch Platz für weitere Hände", stellte Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring fest, als er zusammen mit Werkleiter Dr. Thomas Zeuner und Oberbürgermeister Dr. Ulrich Kumme die Skulptur und die zugehörige Plakette offiziell freigab.

Das war das Stichwort für eine Bestandsaufnahme des Unternehmens, die durchaus Anlass gibt, über ein Wachsen der Belegschaft zu spekulieren. "Wir sind überdurchschnittlich gewachsen", berichtete Zeuner und verwies auf die Bedeutung der Gießerei, vor allem für die Automobilindustrie. Einige Autos namhafter Hersteller, für die das Hildesheimer Werk Zubehörteile liefert, waren ausgestellt. Bei einem Rundgang durch die Hallen bekamen die Besucher einen Eindruck davon, wie die Teile dort entstehen. Froh ist man bei KSM über neue Investitionen, die mit dem neuen Eigentümer Electra Partners Europe möglich geworden seien. Stolz verweisen die Verantwortlichen auf die europäische Marktführerschaft im CPC-Verfahren, mit dem Sicherheitsbauteile für Autos hergestellt werden, und das dem Hildesheimer Werk den Bau einer neuen Produktionshalle eingebracht hat.

Gerne wird auch die Teilnahme an Formel-1-Rennen erwähnt. In den Toyota-Boliden fahren Teile aus Hildesheim – Zylinderköpfe und Kurbelgehäuse – mit. So wie alle Mitarbeiter am Erfolg beteiligt sind, so soll nun das Kunstwerk mit dem Namen "Wachsen am Stamm" ihnen allen zeigen, dass es ohne jeden von ihnen nicht geht.

Enrico Garbelmann hat die Arbeit von vielen, überwiegend jungen Mitarbeitern, über mehrere Monate begleitet und dafür gesorgt, dass die Hände dem großen, rund zwei Tonnen schweren Baum den nötigen Zusammenhalt geben. Zunächst wurden die Handabdrücke mit einer Aluminiumlegierung ausgegossen, dann miteinander verschweißt. Ein Gießer, aus Produktionsteilen zusammengesetzt, wurde dem Baum zur Seite gestellt, und beide künden nun von der Gemeinschaft, die das Werk tragen soll.


Foto groß: Hände symbolisieren zusammen mit dem Gießer die gemeinsame Arbeit auf dem Dach der Metallgießerei von Kloth-Senking.


Foto klein: Die Auszubildenden Alexander Laabs (links) und Timo Gebhardt (rechts) zeigten zusammen mit Ausbildungsleiter Jörg Gustke das Gießen von Kleinteilen.